• ✓ Genuss ohne Gluten, Laktose und Fructose
  • ✓ Frisch von Hand gebacken
  • ✓ 100% vegan

Wie ihr mit einer Unverträglichkeit in der Partnerschaft umgeht

Wir lernten Nora und Ralf auf einer Messe in Berlin kennen und waren uns sofort sympatisch. In ihrem Blog schreibt Nora über das glutenfreie Leben und Kochen. Mit Ihren Beiträgen hilft sie Betroffenen den glutenfreien Alltag zu meistern. Auf begluno.de findet ihr Tipps und Tricks rund um das Thema Glutenfreiheit wie auch einfache Rezepte, die ihr ganz einfach in euren Alltag integrieren könnt. In dem folgenden Gastbeitrag schreibt Nora, wie es für einen Nicht-Betroffenen ist, sich mit dem Thema Gluten auseinanderzusetzen und wie man am einfachsten mit dem Thema in einer Partnerschaft umgeht.  

 

Wie geht es ihm wohl gerade? Er schaut mich zerknautscht an. Meine schlauen Ratschläge kommen jetzt gerade besonders gut an. Aber aus meiner Perspektive ist diese ganze Situation auch nicht so prickelnd. Diese ständigen Auf und Abs schlauchen mich.

Was soll ich denn machen?

Ich hätte damals niemals gedacht, dass eine Glutenunverträglichkeit eine Beziehung stabilisieren kann. Bei uns war es der Fall. Mit der Erkenntnis, dass Ralf kein Gluten verträgt, hatten wir eine Tür geöffnet. Die Tür ließ sich nicht so einfach aufstoßen und es ist auch heute nicht immer leicht, aber wenn man zusammen arbeitet und wirklich offen mit allem umgeht, lässt sich eine Unverträglichkeit, Allergie oder Intoleranz meistern. Für uns war die Glutenunverträglichkeit ein Befreiungsschlag vor vier Jahren. Nicht nur bei Ralf hat sich ein Knoten im Bauch gelöst, sondern auch bei mir. Wir sind ein gutes Team geworden. Wir unterstützen uns gegenseitig und jeder versucht bei der Wochenplanung etwas dazu zu steuern.

Es gibt für mich ein paar ganz klare Punkte die wichtig sind um mit einer Glutenunverträglichkeit in der Beziehung klar zu kommen.
Einige Punkte werden euch total klar erscheinen, bis man dann plötzlich selbst in der Situation ist und genau das Gegenteil tut.

Hier meine sechs Tipps:

Punkt 1: Den Partner ernst nehmen!
Wenn es deinem Partner nicht gut geht, dann ist das auch so. Besonders bei Unverträglichkeiten, Allergien und Intoleranzen kann es regelmäßig zu Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und anderen Symptomen kommen. Ja.. das ist nervig, auch wenn der Tag anders geplant war, aber euer Partner hat es sich nicht ausgesucht. Seid transparent und sprecht darüber. Ärgern bringt hier keinem etwas.

Punkt 2: Versteht die Situation!
Versetzt euch in die Lage des Partners. Die Unverträglichkeit bringt viele Veränderungen mit sich. Die Familie und Freunde müssen aufgeklärt werden und genau hier kommt ihr ins Spiel. Unterstützt euch. Wenn ich spüre, dass Ralf sich heute nicht wohl fühlt um schon wieder seine Glutenunverträglichkeit zu outen, sage ich es dem Kellner. Oder erkläre unseren Freunden nochmal warum ein Bier einfach nicht geht.

Punkt 3: Überblick behalten!
Verschafft euch regelmäßig einen Überblick von den Vorräten die noch da sind. Und sprecht euch hier ab. Nichts ist nerviger, wenn der glutenfreie Hafer zum Frühstück plötzlich aufgebraucht ist. Außerdem könnt ihr euch immer am Anfang der Woche besprechen und planen wer das Brot bäckt und was man Vorkochen könnte

Punkt 4: Wechselt euch ab!
Hat der Partner keine Lust zu Kochen, solltet ihr euch etwas überlegen. Auch wenn das bedeutet, dass ihr überbackene Stullen oder glutenfreie Fertigpizza macht. Essen wird zu einem großen Thema werden. Das kann ziemlich nerven. Wenn der Partner dann um die Ecke kommt und sagt: „Hier ich habe uns für heute Abend etwas vorbereitet“, wächst man zusammen.

Punkt 5: Plant eure Woche gemeinsam!
Auch wenn ihr vielleicht nicht verzichten müsst, solltet ihr einige Mahlzeiten gemeinsam planen. Es macht sehr viel Spaß mit dem Partner zu Kochen und zu Backen. Außerdem könnt ihr dadurch schneller lernen euer Essverhalten anzugleichen und gemeinsame Lieblingsrezepte entdecken.

Punkt 6: Probiert aus!
Eine Ernährungsumstellung kann auch sehr viel Spaß machen! Jetzt müsst ihr euer altes Essverhalten ablegen und offen für Neues sein. Das Motto „Was ich nicht kenne, esse ich nicht“ sollte sofort abgelegt werden. Es gibt viele leckere Sachen zu entdecken. Also testet euch gemeinsam durch die neuen Möglichkeiten.

In einer Beziehung kann eine Ernährungsumstellung oder aber die Diagnose einer Unverträglichkeit sehr anstrengend und erschreckend sein. Ich war auch zu Beginn sehr überfordert mit unserer neuen Situation. Nicht nur, dass ich mich immer tiefer in das Thema reingefressen habe. Ich war irgendwann auch richtig nervig und wollte ständig wissen wie der Zustand meines Partners ist. Ich habe es dann verstanden.
Lasst euch Raum.
Veränderungen überfordern nicht nur die eine Seite. Sprecht über die Situation.
Uns hat es geholfen.

Ich habe mich dann auf die Vorbereitungen für das Essen konzentriert. Und wollte beweisen, dass glutenfreies Essen genauso lecker sein kann. Als ich immer tiefer in die Zubereitung von glutenfreien, herzhaften Speisen versank, hat Ralf begonnen seine Leidenschaft für das Backen zu entdecken. Findet heraus was euch Spaß macht und versucht euch gegenseitig damit zu unterstützen. Bei uns greift eine Hand in die andere. Das funktioniert bei euch auch, wenn ihr dem eine Chance gebt und die Situation annehmt.

Nora von BeGluno
Ein Blog über glutenfreies Leben und Essen: begluno.de

BeGluno_Glutenfrei-leben   beGluno_Portrait_fu-rWebsite

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.